Stattkino - Filmreihe Kornél Mundruczó



 

Filmreihe Kornél Mundruczó
 


5. – 26. September 2018

Der ungarische Künstler Kornél Mundruczó hat sich mit Filmen wie „White God“ oder „Jupiter’s Moon“ auf internationalen Festivals einen Namen gemacht. „Jupiter’s Moon“ lief 2017 im offiziellen Wettbewerb in Cannes. Auch im Theater und in der Oper ist er mit seinen Arbeiten in Ungarn, Deutschland, Belgien, in der Schweiz und auf diversen internationalen Festivals vertreten. Mit dem Luzerner Theater eröffnet er im September mit „Traumland“, einer Theaterperformance auf der MS Saphir, die Spielzeit im Schauspiel. Parallel dazu zeigen wir seine wichtigsten Filme im stattkino.

 

 

 

Mi 5. September, 18.30
So 16. September, 11.00

16. September anschliessend Gespräch mit Kornél Mundruczó und Kata Wéber, Drehbuch / Moderation Sandra Küpper, Künstlerische Leitung Schauspiel LT

WHITE GOD  
von Kornél Mundruczó, Ungarn 2014, 121 Min., Ungar./d  

In der einfachen Geschichte eines Hundes, der den Weg zu seiner Besitzerin zurückfinden will, spiegelt sich der Zustand der Welt. So wie überall, wo Ausbeutung und Ungerechtigkeit dazu führen, dass sich die geschundenen Massen auflehnen, zetteln jetzt die gequälten Haustiere einen Aufstand gegen ihre Unterdrücker an. Nur ein kleines Mädchen kann mit ihrer Freundschaft und ihrem Verständnis den unerbittlichen Krieg zwischen Hund und Mensch noch verhindern. Sie ist die Einzige, die instinktiv spürt, dass dieser Konflikt nicht durch Gewalt zu lösen ist.
 

 

 

Fr 14. September, 19.00

JUPITER’S MOON
von Kornél Mundruczó, Ungarn/Deutschland 2017, 123 Min., Ungar./d

anschliessend Gespräch mit Kornél Mundruczó und Kata Wéber, Drehbuch / Moderation Sandra Küpper, Künstlerische Leitung Schauspiel LT

Ein junger Flüchtling wird bei einer illegalen Grenzüberquerung tödlich verwundet. Doch anstelle zu sterben kann Aryan die Gravitation ausser Kraft setzen und beginnt zu fliegen. Mit der Hilfe des korrupten Dr. Stern, der sich die wundersamen Kräfte des jungen Syrers zu nutzen macht, gelingt ihm die Flucht aus dem Lager. Von der Polizei verfolgt und auf der Suche nach Geld und Sicherheit, setzt Dr. Stern, in einer Welt in der Wunder gekauft werden können, alles auf eine Karte.
Kornél Mundruczó liefert uns hier einen zeitgenössischen Science-fiction Thriller vor dem Hintergrund eines unbarmherzigen Europas in der Krise.
 

 

 

Sa 22. September, 20.00

DELTA
von Kornél Mundruczó, Ungarn 2008, 92 Min., Ungar./d,f   (35mm)

Im Morgengrauen legt die Fähre am kleinen Hafen im weiten Flussdelta an. Sie bringt Mihail  zurück an den Ort, der einst seine Heimat war und dem er vor Jahren den Rücken gekehrt hat.
Vor dem Hintergrund einer grandiosen Naturlandschaft erzählt Regisseur Kornél Mundruczó in atemberaubenden Bildern diese berührende Geschichte von zwei Aussenseitern. Mit viel Gespür für Atmosphäre stellt er die Frage, wie weit eine Gesellschaft bereit ist, die Freiheit eines Einzelnen zu tolerieren.

 

 

 

So 23. September, 16.00

JOHANNA
von Kornél Mundruczó, Ungarn 2005, 83 Min., Ungar./d,f

Johanna, eine junge Drogensüchtige, fällt nach einem Unfall ins Koma und überlebt wie durch ein Wunder. Von dieser Gnade berührt, wird sie Krankenpflegerin und kann die Patienten mit ihrem Körper heilen. Ein junger Arzt ist frustriert, weil sie ihn dauernd abweist, und hetzt das Spitalpersonal gegen sie auf. Doch die dankbaren Patienten beschützen sie mit vereinten Kräften ... Eine filmische und musikalische Auslegung der Passion der Jeanne d’Arc, die durch die Interpretation von Orsolya Tóth, der Muse des Cineasten, zusätzlichen Glanz erhält. «Ich wollte mit meinem Film zeigen, was es bedeutet, anders zu sein; anders zu sein im Streben nach Güte. (Kornél Mundruczó).
 

 

 

Mo 24. September, 20.00

PLEASANT DAYS
von Kornél Mundruczó, Ungarn 2002, 83 Min., Ungar./d,f

Der in einer Erziehungsanstalt inhaftierte Péter erhält die Erlaubnis, seine Schwester zu besuchen. An ihrer Arbeitsstelle in einem Waschsalon beobachtet er heimlich, wie ein junges Mädchen ein Kind gebärt und seine Schwester es ihr abkauft. Einige Zeit später, als die Mutter ihr Kind wiederhaben möchte, wird Péter hin und her gerissen zwischen seiner Schwester, die ihn manipuliert, und dem Mädchen, von dem er sich immer stärker angezogen fühlt. Nach dem Muster einer klassischen Tragödie zeichnet Pleasant Days das Porträt einer verletzten Jugend, die in der grauen ungarischen Provinz herumhängt und nur über Sex und Gewalt kommunizieren kann.
 

 

 Mi 26. September, 20.00

TENDER SON: THE FRANKENSTEIN PROJECT
von Kornél Mundruczó, Ungarn 2010, 106 Min., Ungar./d

Vor langer Zeit erschuf ein junger Mann ein Kind, ohne je zu wissen, was aus ihm wurde. Mit 17 Jahren kommt sein Sohn Rudi zurück, mit der Absicht, seine Mutter wiederzufinden, nachdem er in einer Institution aufgewachsen war. Er erhofft sich von seiner Mutter Wertschätzung und Zuneigung und möchte die Identität seines Vaters erfahren, muss aber feststellen, dass er nicht willkommen ist. Doch ein schreckliches Ereignis setzt Rudis guten Absichten schon bald ein Ende. Er wird zum gejagten Mörder, und der Regisseur entdeckt, dass dieser merkwürdige und schweigsame Junge sein Sohn ist, ein Monster, das er selbst erschaffen hat.
Eine Adaption des Romans Frankenstein von Mary Shelley.
 

 

 

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